Kurze Antwort
Die Einrichtung eines Betaflight-Flugreglers beinhaltet das Flashen der Firmware, das Anschließen von Empfänger, Motoren und Peripheriegeräten, und anschließend die Konfiguration von Ports, PID-Tuning und Mischer-Einstellungen im Betaflight Configurator. Der Prozess ist weitgehend derselbe, egal ob Sie eine AIO-Platine oder einen separaten FC/ESC-Stack verwenden.
Bevor Sie beginnen
Sie benötigen einen Computer mit installiertem Betaflight Configurator (als Chrome-App oder Standalone verfügbar), ein USB-Kabel zum Anschluss Ihres Flugreglers und Ihre Drohne, die mit Motoren, ESCs und einem Empfänger verkabelt ist. Ein SpeedyBee Adapter 3 ist nützlich zum Anschließen von Platinen ohne USB-C-Anschluss. Stellen Sie sicher, dass Ihre ESCs und Motoren korrekt verkabelt sind, bevor Sie das erste Mal Strom anlegen.
Schritt 1: Betaflight-Firmware flashen
Verbinden Sie Ihren Flugregler über USB mit Ihrem Computer. Öffnen Sie den Betaflight Configurator und klicken Sie auf den Reiter "Firmware Flasher". Wählen Sie Ihre Platine aus dem Dropdown-Menü, wählen Sie die neueste stabile Version und klicken Sie auf "Flash Firmware". Wenn Sie noch keine Firmware geflasht haben, erklärt unser Leitfaden zum Flashen und Konfigurieren von Betaflight den Prozess detailliert.
Schritt 2: Empfänger anschließen
Ihr RC-Empfänger wird an einen UART (seriellen) Port des Flugreglers angeschlossen. Die Verbindung hängt von Ihrem Protokoll ab:
| Protokoll | Verbinden mit | Baudrate |
|---|---|---|
| CRSF (ELRS, Crossfire) | UART RX/TX-Pads | 420000 |
| SBUS (FrSky, einige ELRS) | SBUS-Pad oder UART mit Inverter | 1000000 |
| IBUS (FlySky) | UART RX-Pad | 115200 |
Im Reiter "Ports" des Betaflight Configurator aktivieren Sie den seriellen Port, an den Ihr Empfänger angeschlossen ist, und stellen die korrekte Baudrate ein. Für ELRS-Empfänger ist CRSF mit 420000 Baud Standard.
Schritt 3: Mischer und Motoren konfigurieren
Gehen Sie zum Reiter "Configuration" und wählen Sie Ihren Rahmentyp (Quad X, Quad +, etc.). Dies teilt Betaflight mit, wie Ihre Motoren angeordnet sind. Gehen Sie als Nächstes zum Reiter "Motors" und testen Sie jeden Motor einzeln. Überprüfen Sie, ob sich jeder Motor in die korrekte Richtung für seine Position am Rahmen dreht. Falls ein Motor rückwärts läuft, tauschen Sie entweder zwei ESC-Signalleitungen oder kehren Sie die Motorrichtung im Bereich "Motor direction" des Motors-Reiters um.
Die Wahl zwischen einer AIO-Platine (All-in-One) und einem separaten FC/ESC-Stack beeinflusst den Verkabelungsaufwand. Unser AIO vs. Stack Vergleich erklärt die Vor- und Nachteile.
Schritt 4: Empfänger- und Modus-Einrichtung
Im Reiter "Configuration" wählen Sie "Serial-based receiver" und Ihr Protokoll (CRSF, SBUS, IBUS). Gehen Sie zum Reiter "Receiver" und bewegen Sie Ihre Steuerknüppel. Die Kanalbalken sollten sich entsprechend bewegen. Ordnen Sie Ihre Kanäle den richtigen Funktionen zu: Kanal 1 (Roll), Kanal 2 (Pitch), Kanal 3 (Throttle), Kanal 4 (Yaw), Kanal 5 (Arm) und Kanal 6+ für Ihren Flugmodusschalter.
Aktivieren Sie Ihre Flugmodi im Reiter "Modes". Richten Sie mindestens ARM an einem Schalter ein und weisen Sie mindestens einen Winkelmodus oder Horizontmodus für sicheres Fliegen zu.
Schritt 5: PID-Tuning
Das PID-Tuning steuert, wie aggressiv Ihre Drohne auf Stickeingaben reagiert und Störungen korrigiert. Betaflight wird mit Standard-PID-Werten ausgeliefert, die als Ausgangspunkt dienen. Für die meisten Piloten kann der "PID Tuner" im Betaflight Configurator eine brauchbare Basis liefern. Von dort aus ist die manuelle Anpassung basierend auf dem Flugverhalten der Drohne der Standardansatz: Erhöhen Sie den D-Gain, um Oszillationen zu reduzieren, passen Sie den P-Gain für die Reaktionsschärfe an und stimmen Sie den I-Gain für die Winkelhaltung ab.
Schritt 6: Speichern und trennen
Nach jeder Konfigurationsänderung klicken Sie oben rechts im Betaflight Configurator auf "Save and Reboot". Einstellungen, die nicht gespeichert werden, gehen beim Ausschalten der Platine verloren. Sobald alles konfiguriert und die Motoren überprüft sind, trennen Sie den USB-Anschluss und schließen Sie den Flugakku an, um zuerst ohne Propeller zu testen.
Auswahl eines Flugreglers
Moderne Betaflight-Platinen verwenden F4-, F7- oder H7-Prozessoren. F4-Platinen sind budgetfreundlich und bewältigen die meisten Flugaufgaben. F7- und H7-Platinen bieten schnellere Loop-Zeiten, mehr UARTs und Unterstützung für erweiterte Funktionen wie Dual Gyro und OSD-Auflösungs-Upgrades. Durchsuchen Sie die Optionen in der Drohnen-Kollektion. Für Freestyle-Builds ist ein GEPRC GEP-F722-BT-HD V3 eine solide Wahl. Für Renn- oder Hochleistungs-Builds bietet der Velox F7 SE Stack die Verarbeitungsleistung, die für schnelle Loop-Zeiten erforderlich ist.